„Und, wohin geht’s bei Dir dieses Jahr?“ – ach, der Urlaub ist einfach ein wunderbares Konversationsthema: Jeder hat etwas dazu zu sagen, es ist aber persönlicher, als über das Wetter zu sprechen.
Wir beklagen uns über die begrenzten verbleibenden Urlaubstage, erzählen mit glänzenden Augen von unseren Plänen, geben Tipps soweit es unser Erfahrungsschatz erlaubt … und enden meist doch beim Wetter, das, wohin wir auch fahren, sicherlich besser sein wird als daheim. Schwierig wird eine solche Unterhaltung allerdings dann, wenn Menschen mit verschiedener Urlaubsphilosophie aufeinandertreffen.
Im Normalfall erfährt man mit der Schilderung der eigenen Urlaubspläne neidvolle Blicke und die augenzwinkernde Zusicherung des Gegenübers, man könne gerne tauschen. Manchesmal dagegen hält sich die Begeisterung des Gesprächspartners in Grenzen, und dem fällt nichts anderes ein, als die Pläne des anderen „interessant“ zu finden.
Im Normalfall erfährt man mit der Schilderung der eigenen Urlaubspläne neidvolle Blicke und die augenzwinkernde Zusicherung des Gegenübers, man könne gerne tauschen. Manchesmal dagegen hält sich die Begeisterung des Gesprächspartners in Grenzen, und dem fällt nichts anderes ein, als die Pläne des anderen „interessant“ zu finden.
Dabei ist es nicht unbedingt die ewige Streitfrage „Berge oder Meer?“, die dieses Unverständnis auslöst. Vielmehr haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, wofür die arbeitsfreie Zeit fernab der Heimat am besten genutzt werden sollte. Primär unterscheiden sich die Hotel- und Pauschaltouristen von den Individualisten. Die einen wollen sich im bzw. vor dem Urlaub nicht noch mit Organisation und Planung belasten, die anderen fühlen sich eingeschränkt, wenn sie auf ein vorgegebenes Angebot zurückgreifen müssen. Beide Gruppen lassen sich aber wiederum auf die gleiche Weise unterteilen, nämlich in aktive Erlebnisurlauber (Wandern, Sightseeing, Sport, …) und Erholungssuchende (schlafen, sonnen, schlafen, sonnen, …). Dazu kommen dann natürlich noch ganz unterschiedliche Lieblingsaktivitäten (oder –inaktivitäten).
Woher kommt es, dass wir die wenigen freien Wochen im Jahr so unterschiedlich verbringen wollen? Ich glaube, dass die Art des Urlaubens von Klein auf gelernt wird. Wer mit den Eltern jeden Sommer in St. Peter Ording im Strandkorb saß, wird vermutlich den entspannenden Hotelurlaub vorziehen, wer dagegen schon als Kind über tausendjährige Steine kletterte, bevorzugt den Kultururlaub, und aus Campingkindern werden womöglich ewige Rucksackreisende.
Mit etwas Verständnis kann man also durchaus offener auf die Interessen des Gegenübers eingehen. Völliges Unverständnis ernten verständlicherweise diejenigen, die vorgeben, gar keinen Wert auf Urlaub zu legen – braucht nicht jeder einmal eine Auszeit?
2 Kommentare:
Auszeit ist ein gutes Stichwort. Ich liebe Urlaub und vor allem Italien
Na, Andy, dann denke ich nächste Woche an Dich, wenn ich Sizilien unsicher mache!
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