Manchmal durchfährt es mich wie ein Blitz: Da muss ich ganz plötzlich an eine längst vergangene Situation denken, und erst im Nachhinein, wenn ich darüber nachsinne, woher diese Erinnerung kam, fällt mir dieser typische Duft auf, der gerade den Raum um mich herum erfüllt. Gerüche tragen oft mehr Informationen in sich, als wir erwarten.
Aber auch unsere anderen Sinne treten durchaus in Konkurrenz mit der Sprache als traditionellem Informationsträger. Wer hat nicht schon einmal durch Blicke, Gesten, Berührungen die Gefühle des Gegenübers deutlicher verstanden als durch die beigefügten Worte? Erzieher, Mütter, Personalchefs…alle wissen, dass es oft nicht darauf ankommt, was wir sagen, sondern wie wir es transportieren.
Auch Musik trägt ein hohes Informationspotential in sich, kann allein durch Tonlage, Melodie und Harmonien Stimmungen hervorrufen, Erinnerungen wecken, Gefühle ausdrücken. Und obwohl sie häufig von sprachlichen „Erläuterungen“ begleitet ist, ist sie doch international verständlich. Selbst da, wo kulturelle Unterschiede Missverständnisse hervorrufen können, erkennt beispielsweise der aufmerksame deutsche Hörer doch die triste Grundstimmung eines rhythmischen kubanischen Klagelieds.
Die Mapuche-Indianer in Süd-Chile und -Argentinien halte ihre Sprache üblicherweise nicht schriftlich fest, da diese sehr variabel ist. Nur der Kern einer Nachricht kann weitergegeben werden. Das muss eine hochinteressante Sprache sein, da sie einerseits aus einer Art „Drumherumreden“ besteht, andererseits aber doch genau das unmöglich macht, da der Rezipient daran gewöhnt ist, nur die Kernaussage herauszufiltern. Damit entspricht das Mapudungu in gewisser Weise der mitteilsamen Musik, da auch sie eine Nachricht in sich trägt, die durch austauschbare Klänge transportiert wird.
Manchmal denke ich, dass wir diese zusätzlichen Informationswege benötigen, um der übergroßen Manipulationsfähigkeit des gesprochenen Worts auszuweichen. Ich glaube, dass viele der unbewussten Musikwahl, der unbedarften Berührung oder der Tatsache, dass man den Anderen einfach „gut riechen“ kann, mehr Bedeutung zusprechen als zurechtgelegten Liebesschwüren. Wie schön, dass wir uns durch all unsere Sinne verständigen können – da bleibt mehr Freiraum, um mit der Sprache zu spielen.
Aber auch unsere anderen Sinne treten durchaus in Konkurrenz mit der Sprache als traditionellem Informationsträger. Wer hat nicht schon einmal durch Blicke, Gesten, Berührungen die Gefühle des Gegenübers deutlicher verstanden als durch die beigefügten Worte? Erzieher, Mütter, Personalchefs…alle wissen, dass es oft nicht darauf ankommt, was wir sagen, sondern wie wir es transportieren.
Auch Musik trägt ein hohes Informationspotential in sich, kann allein durch Tonlage, Melodie und Harmonien Stimmungen hervorrufen, Erinnerungen wecken, Gefühle ausdrücken. Und obwohl sie häufig von sprachlichen „Erläuterungen“ begleitet ist, ist sie doch international verständlich. Selbst da, wo kulturelle Unterschiede Missverständnisse hervorrufen können, erkennt beispielsweise der aufmerksame deutsche Hörer doch die triste Grundstimmung eines rhythmischen kubanischen Klagelieds.
Die Mapuche-Indianer in Süd-Chile und -Argentinien halte ihre Sprache üblicherweise nicht schriftlich fest, da diese sehr variabel ist. Nur der Kern einer Nachricht kann weitergegeben werden. Das muss eine hochinteressante Sprache sein, da sie einerseits aus einer Art „Drumherumreden“ besteht, andererseits aber doch genau das unmöglich macht, da der Rezipient daran gewöhnt ist, nur die Kernaussage herauszufiltern. Damit entspricht das Mapudungu in gewisser Weise der mitteilsamen Musik, da auch sie eine Nachricht in sich trägt, die durch austauschbare Klänge transportiert wird.
Manchmal denke ich, dass wir diese zusätzlichen Informationswege benötigen, um der übergroßen Manipulationsfähigkeit des gesprochenen Worts auszuweichen. Ich glaube, dass viele der unbewussten Musikwahl, der unbedarften Berührung oder der Tatsache, dass man den Anderen einfach „gut riechen“ kann, mehr Bedeutung zusprechen als zurechtgelegten Liebesschwüren. Wie schön, dass wir uns durch all unsere Sinne verständigen können – da bleibt mehr Freiraum, um mit der Sprache zu spielen.
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