Gibt es denn einen Unterschied zwischen Heim- und Fernweh? Beschreiben diese zwei Wörtchen tatsächlich komplett gegensätzliche Begriffe? Wer Heimweh für sich als unbehagliche Sehnsucht nach dem vertrauten Umfeld definiert, der mag Fernweh als das positive Gegenstück dazu empfinden.
In meiner Erlebenswelt trifft das so nicht zu, da Heimweh für mich ebenfalls ein positives Gefühl ist, nämlich die Gewissheit, dass auch in meiner Heimat ein spannendes Leben mit großartigen Menschen auf mich wartet. Dass ich womöglich etwas verpasse, wenn ich nicht bald einmal wieder dort vorbeischaue. Dass ich dort immer, ganz gleich mit welchem gramvoll vorgetragenen Geständnis im Gepäck, mit offenen Armen empfangen werde.
Mein Sehnen nach der Heimat hat also vieles gemein mit dem Fernweh, unterscheidet sich jedoch durch einen wichtigen Aspekt: Es fehlt die Unsicherheit darüber, ob alles gut gehen wird. Die Ferne wie die Heimat locken mit süßen Versprechungen, mit bunten Bildern, die meine Fantasie hervorbringt, und all den schillernden Möglichkeiten, die sich mir hier wie dort bieten. Nur die Heimat birgt aber diese Sicherheit, dass, sollten alle Stricke reißen, ich dort Menschen um mich weiß, die mich stützen und die meinem Leben einen Sinn geben.
Der Ort der Kindheit ohne die vertrauten Menschen, ohne Bluts- oder Seelenverwandte, ist nicht mehr Heimat. Er ist lediglich ein Platz voller Erinnerungen, an dem man den Weg zum Bäcker noch auswendig kennt. Im Notfall aber würde man nicht dahin zurückkehren, sondern dorthin, wo man sich geborgen fühlt – in die Heimat eben.
Letztlich fühlen sich Heim- und Fernweh also oft gleich an und treten beide auf, wenn wir uns zulange an einem Ort aufhalten. Ich habe schon Fernweh nach der „großen weiten Welt“ verspürt, als ich mich nach einigen Monaten des Aufenthaltes in Spanien zu sehr an das neue Leben gewöhnt hatte, oder als ich in meinem Lieblings- und Dauerurlaubsziel Griechenland weilte. Das beste Heilmittel gegen diese Neugier auf Neues ist (neben der Möglichkeit, ihr nachzugeben und auf Reisen zu gehen) ein bewusstes Wertschätzen unseres aktuellen Aufenthaltsortes mit dem Vorsatz, das gerade Erlebte vollkommen zu genießen. Heimweh sollten wir als das gute Gefühl betrachten, dass in einem anderen Teil der Welt stets ein Zufluchtsort für uns bereitsteht, an den wir uns flüchten können, wann immer es nötig ist. Und den wir gerne immer wieder besuchen, da er uns nie langweilig wird.
In meiner Erlebenswelt trifft das so nicht zu, da Heimweh für mich ebenfalls ein positives Gefühl ist, nämlich die Gewissheit, dass auch in meiner Heimat ein spannendes Leben mit großartigen Menschen auf mich wartet. Dass ich womöglich etwas verpasse, wenn ich nicht bald einmal wieder dort vorbeischaue. Dass ich dort immer, ganz gleich mit welchem gramvoll vorgetragenen Geständnis im Gepäck, mit offenen Armen empfangen werde.
Mein Sehnen nach der Heimat hat also vieles gemein mit dem Fernweh, unterscheidet sich jedoch durch einen wichtigen Aspekt: Es fehlt die Unsicherheit darüber, ob alles gut gehen wird. Die Ferne wie die Heimat locken mit süßen Versprechungen, mit bunten Bildern, die meine Fantasie hervorbringt, und all den schillernden Möglichkeiten, die sich mir hier wie dort bieten. Nur die Heimat birgt aber diese Sicherheit, dass, sollten alle Stricke reißen, ich dort Menschen um mich weiß, die mich stützen und die meinem Leben einen Sinn geben.
Der Ort der Kindheit ohne die vertrauten Menschen, ohne Bluts- oder Seelenverwandte, ist nicht mehr Heimat. Er ist lediglich ein Platz voller Erinnerungen, an dem man den Weg zum Bäcker noch auswendig kennt. Im Notfall aber würde man nicht dahin zurückkehren, sondern dorthin, wo man sich geborgen fühlt – in die Heimat eben.
Letztlich fühlen sich Heim- und Fernweh also oft gleich an und treten beide auf, wenn wir uns zulange an einem Ort aufhalten. Ich habe schon Fernweh nach der „großen weiten Welt“ verspürt, als ich mich nach einigen Monaten des Aufenthaltes in Spanien zu sehr an das neue Leben gewöhnt hatte, oder als ich in meinem Lieblings- und Dauerurlaubsziel Griechenland weilte. Das beste Heilmittel gegen diese Neugier auf Neues ist (neben der Möglichkeit, ihr nachzugeben und auf Reisen zu gehen) ein bewusstes Wertschätzen unseres aktuellen Aufenthaltsortes mit dem Vorsatz, das gerade Erlebte vollkommen zu genießen. Heimweh sollten wir als das gute Gefühl betrachten, dass in einem anderen Teil der Welt stets ein Zufluchtsort für uns bereitsteht, an den wir uns flüchten können, wann immer es nötig ist. Und den wir gerne immer wieder besuchen, da er uns nie langweilig wird.
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