Jetzt fängt der Urlaub an! Das Gepäck eingecheckt und auf dem Weg zum Flugzeug, die Bordkarte in meiner Tasche…und ich rastlos zwischen unzähligen Flughafengeschäften mit ihrem reichen Angebot an überteuerter Kleidung, Luxusartikeln und Zeitschriften. Noch anderthalb Stunden bis zum Boarding – was tun?
Natürlich könnte ich mich einfach in einen dieser vorsätzlich unbequem konzipierten Kunststoffwartesessel fallen lassen und das in meiner Tasche ruhende Buch aufschlagen. Aus irgendeinem Grund, der mir selbst verborgen bleibt, treibt mich in dieser Phase der Reise immer diese Ruhelosigkeit um…Stillsitzen unmöglich! Sicherlich spielt auch die Neugier eine Rolle, dieses mich stets latent begleitende Gefühl, ich könne etwas verpassen, wenn ich meine nähere Umgebung nicht genau inspizierte. Die Unruhe vor dem Flug geht aber tiefer, sie lässt mich alle möglichen Szenarien des weiteren Reiseverlaufs durchgehen, um sicher zu sein, dass ich nichts nicht besorgt, meinem Körper keine lebenswichtigen Zusätze (Wasser, Nahrung, Koffein) vorenthalten und in keinster Weise die Chance, auf den letzten Drücker noch das eine oder andere Mitbringsel zu erwerben, verpasst habe.
Deshalb schlendere ich vor jedem Flug durch die „Terminalboulevards“ dieser Welt, verbissen überlegend, was ich jetzt unbedingt noch erledigen müssen könnte. Und nachdem ich diese überall nahezu gleich aussehenden Hallen diverse Male durchschritten, außer eventuell etwas Lesestoff mit Sicherheit nichts weiter erworben habe (das arme, verschmähte Buch kommt meist erst am Reiseziel zum Einsatz) und nun wirklich nichts mehr mit mir anzufangen weiß, mache ich mich schließlich auf zur Sicherheitskontrolle – dahinter gibt es schließlich noch ein paar Geschäfte…
Donnerstag, 16. April 2009
Die Unruhe vor dem Flug [Osterwoche in Griechenland, Teil 1]
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