Donnerstag, 16. April 2009

Flugs was gelernt… [Osterwoche in Griechenland, Teil 2]

Der moderne Personentransport ist doch immer wieder faszinierend – gerade noch am Frankfurter Flughafen, jetzt auf der Showbühne des Athener Fernbusbahnhofs!


Aufgrund der kofferpackbedingt recht kurzen letzten Nachtruhe bin ich im Laufe des Vormittags nicht unbedingt wacher geworden…die Müdigkeit reichte aber doch nicht aus, um mich zu dem (mir nicht gebräuchlichen) Flugzeugschlaf zu treiben. Stattdessen habe ich mich angeregt mit der Inhaberin des Nachbarsitzes unterhalten und auch ansonsten aufschlussreiche Beobachtungen angestellt. Da vor Abflug die von mir gesuchte Zeitschrift nicht zu bekommen war, widme ich die folgenden Zeilen meiner immerwährenden Sehnsucht nach unnützem Wissen und liste auf, was ich heute vom Leben gelernt habe:

  • Leopardenprint wirkt noch uneleganter, wenn zwei Stücke mit unterschiedlichen Leopardenmustern zusammen getragen werden.
  • Ausgefranster Lippenstift irritiert den Gesprächspartner ungemein!
  • Wolken können die Form von Hasenpfotenabdrücken annehmen.
  • Ich muss unbedingt nach Kroatien! (Es gibt dort bestimmt noch mehr Schönes, aber die von glitzerndem, türkisblauem Wasser umspülten Felsformationen sind der Hit!)
  • Wenn man sein Anliegen mit der richtigen Mischung aus Selbstverständlichkeit, offen zugegebener Ahnungslosigkeit und spröder Freundlichkeit sowie im korrekten griechisch-englischen Kauderwelsch vorträgt, sind Athener Dienstleister durchaus gerne bereit, freundlich Auskunft zu geben.
  • Die vorösterlichen Straßen von Athen Richtung Rest-Griechenland sind nur bis zur ersten Mautstation wirklich verstopft – diese wirkt wie ein Trichter, und wer die lange Wartezeit dort überstanden hat, kann etwas schneller Richtung ländlichem Heimatort zuckeln.
  • Ankommen ist großartig!


Vielleicht nicht so lehrreich, aber unbedingt erwähnenswert war dann noch der graubebärtete Grieche, der in der Warteschlange zur Sicherheitskontrolle partout nicht zu seiner Frau aufschließen wollte, obwohl alle zwischen den beiden Anstehenden ihn bereitwillig vorgelassen hätten. Vermutlich war er heilfroh, einmal für ein paar Minuten ohne seine Alte zu sein…

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