„Heimweh ist ein Sehnen nach dem Altbekannten“, so mag manch einer dieses Gefühl des Unbehagens in der Fremde beschreiben. Mir selbst, so muss ich gestehen, ist dieses Erleben gänzlich unbekannt. An eine einzige Begebenheit erinnere ich mich, da ich im Kindesalter meine Eltern rufen ließ, um mich, den Übernachtungsgast, vom Haus einer Freundin heimzuholen. Dies lag jedoch nicht an der Sehnsucht nach der Geborgenheit meines Bettes – das Zuhause des Mädchens war mir schlicht und einfach unsympathisch und machte mir Angst. Zu groß das Gebäude, zu alt die Mauern, vielleicht dann doch etwas zu „fremd“ die Gastfamilie…
Ansonsten aber fasziniert mich schon immer die Fremde ebenso wie das Fremde an sich! Ist nicht die Neugier, die Wissbegier die größte Tugend des Menschen, diejenige Eigenschaft, welche ihm seine steile Karriere auf dem Planeten Erde ermöglichte? Nur durch diesen Forschungsinstinkt entwickeln wir uns weiter, nur durch das Kennenlernen neuer Orte, neuer Sachverhalte entdecken wir an uns bislang unbekannte Fähigkeiten und machen uns daran, diese auszubilden. Um wie viel reifer kehrt ein Jeder von einem nur wenige Monate oder gar Wochen dauernden Auslandsaufenthalt zurück?! Um wie viel reflektierter kann ich mein heimatliches Umfeld betrachten und einordnen, wenn ich das Leben in anderen Teilen der Welt gesehen und vielleicht auch für einen kurzen Zeitabschnitt geteilt habe?! Um wie viel höher schätze ich den Wert, das Glück meines vermeintlich so langweiligen, ach, sogar entbehrungsreichen Alltags, wenn ich meine früh gelernten Definitionen der Begriffe „Zeit“ und „Entbehrung“ neu hinterfrage?!
Aber so wunderbar und gewinnbringend Fernreisen auch sind: Es lohnt sich, auch einmal in die Nachbarschaft zu schweifen, mit offenen Augen und Ohren die vertrauten Dinge zu erleben, als seien sie uns unbekannt. Als Kind staunte ich ebensosehr wie noch heute, wenn ich die immergleiche Küche meiner Eltern buchstäblich mit anderen Augen betrachte und plötzlich Details entdecke, die mir mit dem Blick der Gewohnheit niemals aufgefallen waren. Die Welt hält immer und überall Neues für uns bereit, in jedem Aspekt des Kosmos schlummern Lektionen, die gelernt werden wollen. Darum ist es durchaus legitim, wenn der Eine oder Andere ehrlich zufrieden damit ist, in seinem gewohnten Umfeld zu verweilen und kein Bedürfnis danach verspürt, andere Länder zu erkunden.
Viel zu Viele haben jedoch ihre kindliche Neugier verloren, haben den uns angeborenen Forscherdrang gemeinsam mit dem Plüschteddy versteckt und empfinden nun keinen „Thrill“ (als Angehöriger meiner Generation darf ich das wohl so sagen) mehr bei der Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Ich glaube, dass diese Leute die wahren Opfer des Heimwehs sind. Und sie sind wahrhaftig zu bedauern, da sie die Schönheit der Welt nicht mehr in ihrer ganzen Vielfalt wahrnehmen können – oder wollen.
Ansonsten aber fasziniert mich schon immer die Fremde ebenso wie das Fremde an sich! Ist nicht die Neugier, die Wissbegier die größte Tugend des Menschen, diejenige Eigenschaft, welche ihm seine steile Karriere auf dem Planeten Erde ermöglichte? Nur durch diesen Forschungsinstinkt entwickeln wir uns weiter, nur durch das Kennenlernen neuer Orte, neuer Sachverhalte entdecken wir an uns bislang unbekannte Fähigkeiten und machen uns daran, diese auszubilden. Um wie viel reifer kehrt ein Jeder von einem nur wenige Monate oder gar Wochen dauernden Auslandsaufenthalt zurück?! Um wie viel reflektierter kann ich mein heimatliches Umfeld betrachten und einordnen, wenn ich das Leben in anderen Teilen der Welt gesehen und vielleicht auch für einen kurzen Zeitabschnitt geteilt habe?! Um wie viel höher schätze ich den Wert, das Glück meines vermeintlich so langweiligen, ach, sogar entbehrungsreichen Alltags, wenn ich meine früh gelernten Definitionen der Begriffe „Zeit“ und „Entbehrung“ neu hinterfrage?!
Aber so wunderbar und gewinnbringend Fernreisen auch sind: Es lohnt sich, auch einmal in die Nachbarschaft zu schweifen, mit offenen Augen und Ohren die vertrauten Dinge zu erleben, als seien sie uns unbekannt. Als Kind staunte ich ebensosehr wie noch heute, wenn ich die immergleiche Küche meiner Eltern buchstäblich mit anderen Augen betrachte und plötzlich Details entdecke, die mir mit dem Blick der Gewohnheit niemals aufgefallen waren. Die Welt hält immer und überall Neues für uns bereit, in jedem Aspekt des Kosmos schlummern Lektionen, die gelernt werden wollen. Darum ist es durchaus legitim, wenn der Eine oder Andere ehrlich zufrieden damit ist, in seinem gewohnten Umfeld zu verweilen und kein Bedürfnis danach verspürt, andere Länder zu erkunden.
Viel zu Viele haben jedoch ihre kindliche Neugier verloren, haben den uns angeborenen Forscherdrang gemeinsam mit dem Plüschteddy versteckt und empfinden nun keinen „Thrill“ (als Angehöriger meiner Generation darf ich das wohl so sagen) mehr bei der Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Ich glaube, dass diese Leute die wahren Opfer des Heimwehs sind. Und sie sind wahrhaftig zu bedauern, da sie die Schönheit der Welt nicht mehr in ihrer ganzen Vielfalt wahrnehmen können – oder wollen.
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